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„KINDER IN DEN MEDIENWELTEN“
zu diesem Thema trafen sich Eltern der Grundschule sowie Eltern des Eckersdorfer und des Donndorfer Kindergartens in der Aula der Hauptschule.
Neue Medien beinhalten große Risiken für Kinder
Intensiver Medienkonsum birgt vielfältige Gefahren für Kinder und Jugendliche – dies wurde den Eltern im Rahmen eines Informationsabends aufgezeigt, der am vergangenen Mittwoch an der Volksschule Eckersdorf stattfand. Anhand konkreter Beispiele wurden die negativen Einflüsse von Gewaltvideos und Live-Chats dargestellt.
Die Jugendkontaktbeauftragten der Polizeidirektion Bayreuth, Katrin Schamel und Alexander Kollross, sowie der Medienbeauftragte im Schulamt Bayreuth, Stefan Ranninger, waren gerne der Bitte der Schulleitung nachgekommen und informierten die zahlreich erschienenen Eltern über den Einfluss der Medien auf Kinder.
Sie berichteten über aktuelle Forschungsergebnisse und warnten dabei anhand konkreter Beispiele wie Gewaltvideos auf Schülerhandys und Live-Chat massiv vor den damit verbundenen Gefahren.
„Intensiver Medienkonsum verschlechtert die schulische Leistungsfähigkeit!“ betonte Ranninger. Er wies darauf hin, dass auch Kinderärzte die Einflüsse gewaltverherrlichender Medien auf ihre jungen Patienten als sehr problematisch bezeichnen. Gerade interaktive Computerspiele beinhalten ein hohes Suchtpotential und entsprechende Altersgrenzen seien laut Kollross leicht zu umgehen.
Gleichzeitig warnte er vor zu sorglosem Umgang mit Handys: „Kinder erhalten durch Handys nicht automatisch mehr Sicherheit!“, so Kollross. Der Experte wies auf die Gefahr der ständigen Verfügbarkeit jugendgefährdender Inhalte hin.
Im weiteren Verlauf der sehr informativen Veranstaltung wurde auch das Thema „Chatten“ behandelt. Den Anwesenden wurde aufgezeigt, dass besonders Kinder und Jugendliche schnell bereit sind, sensible Daten und Fotos über das Internet preiszugeben; dabei seien sie sich nicht bewusst, dass diese Informationen damit jahrelang frei verfügbar werden und dies sich später beispielsweise bei beruflichen Bewerbungen verheerend auswirken könne.
Zudem sei der Chat auch eine „Börse für Kriminelle“, die ganz gezielt auf Kinder aus sind. Die Experten von Polizei und Schulamt betonten außerdem, dass auch angeblich vor Erwachsenen „sichere“ Internetforen wie beispielsweise „SchülerVZ“ große Risiken bergen. Jugendkontaktbeauftragte Katrin Schamel erläuterte abschließend gezielte Präventionsmaßnahmen für den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit den neuen Medien. Sie appellierte an die Erziehungsberechtigten, ihre Kinder hierbei nicht sich selbst zu überlassen, und wies auf die Vorbildfunktion der Eltern hin.
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