Nachteilsausgleich und Notenschutz bei LRS - Homepage der Grund- und Mittelschule Eckersdorf

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Nachteilsausgleich und Notenschutz bei LRS

Infos und Termine > Infos zu LRS
Informationen zum Nachteilsausgleich und Notenschutz bei Lese-Rechtschreib-Störung

Aktuell gibt es infolge des Inkrafttretens der neuen Bayerischen Schulordnung (BaySchO) einige wesentliche Änderungen im Bereich der Beeinträchtigungen im Lesen und/oder Rechtschreiben von Schülerinnen und Schülern:

1. Die bisherige Unterscheidung zwischen Lese-Rechtschreib-Schwäche und Lese-Rechtschreib-Störung existiert nicht mehr. Es gibt nun nur noch die Störung und zwar isoliert im Bereich Lesen, im Bereich Rechtschreiben oder kombiniert aus den Bereichen Lesen und Rechtschreiben.
2. Die individuellen Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Schüler und Schülerinnen richten sich sowohl nach der Stärke des jeweiligen Problems als auch nach der schulischen Durchführbarkeit. Diese Maßnahmen bezeichnet man als Nachteilsausgleich. Sie greifen vom Grundsatz her nicht in den Kern der Leistung ein, sondern helfen dem Kind seine Nachteile auszugleichen (z.B. Zeitzuschlag bei Probearbeiten oder Vorlesen von Aufgabenstellungen…). Dies bedeutet, dass im Falle des Nachteilsausgleichs keine Zeugnisbemerkung erfolgt.
3. Neu ist der Begriff Notenschutz. Hier werden Kernteile der Leistungen im Lesen und/oder Rechtschreiben nicht bewertet oder z.B. durch mündliche Leistungen ersetzt. Dies bedeutet, dass im Fall von Notenschutz eine Zeugnisbemerkung erfolgt.
4. Um ggf. weiterhin die bisher gewährten Maßnahmen für Ihr Kind in Anspruch nehmen zu können, füllen Sie bitte den über die Klassenlehrkraft erhältlichen Antrag aus und senden ihn an die Schule. Die bisherigen Hilfen können überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Dies gilt für die gesamte Zeit in der Schule, die das Kind gerade besucht.
5. Ist bei Ihrem Kind eine Lese-Rechtschreib-Störung aktuell anerkannt, müssen Sie keinen Antrag stellen. Informieren Sie aber bitte die Schulleitung, da die bisherigen Maßnahmen ggf. überprüft und angepasst werden.
6. Bei einer bisher als Lese-Rechtschreib-Schwäche diagnostizierten Einschränkung muss von Ihnen ein Antrag gestellt werden, falls weiter Unterstützungsmaßnahmen gewünscht werden.
7. Nach Antragstellung erhalten Sie einen Bescheid der Schule über die Art und den Umfang der gewährten Maßnahmen. Beim Wechsel des Schulortes oder der Schulart muss dann ein neuer Antrag gestellt werden.
Wenden Sie sich bitte bei offenen Fragen an die klassenführende Lehrkraft, die Schulleitung, die Beratungslehrkraft oder den zuständigen Schulpsychologen.
Grundsätzlich haben Sie als Eltern und Erziehungsberechtigte von nun an die Wahl, ob Sie Ihr Kind einem Kinder- und Jugendpsychiater vorstellen oder allein den Weg über die Diagnose beim Schulpsychologen gehen wollen, um eine Störung im Lesen oder/und Rechtschreiben bei Ihrem Kind feststellen zu lassen. In enger Absprache mit Ihnen und dem beteiligten Schulpsychologen werden wir von Seiten der Schule versuchen, den bestmöglichen Weg für Ihr Kind zu finden.



 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü